Mittwoch, 4. November 2026

Ach diese Lücke_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _diese große Lücke!

Zuerst Mal: Danke für alle eure lieben Komentare zum letzten Blogeintrag! Der Elternabend scheint nicht nur für mich grauenvoll zu sein - egal in welcher Rolle wir dort sind. Und eure Kinder können auch kein Saxophon! Wie gut:-). Wie gut, dass wir mit unseren Kämpfen nicht alleine sind! Wie gut, dass wir einander haben! Dieser Gedanke kam mir auch am vergangenen Wochenende. Wir waren auf Gemeindefreizeit, auf der wunderschönen schwäbischen Alb. Ich finde keine Jahreszeit steht diesem Stück Erde mit den rauhen Felskanten, der Wacholderheide und den Laubwäldern so gut wie der Herbst!  


 

Mittendrin, in dieser schönen Landschaft, waren wir. Eine kleine Truppe von Erwachsenen und Kinder. VIelen von uns kamen sehr müde an. (ICH zumindest fühlte mich sehr müde und halbkrank). Durch meine vielen Jahre in der Gemeindeleitung habe ich leider einen Blick für die Lücken und alles was uns gerade so fehlt. Vielleicht hat mich Jesus deshalb mit der klaren Anweisung losgeschickt nicht alles was zu Boden fällt auffangen zu wollen (ein guter Rat für die Herbstzeit!). Ich bin ziemlich gut darin in Lücken zu springen. Bis ich keuchend zusammenbreche. Weil unsere Lücken meine Kraft weit übersteigen. Deshalb brauche ich solche klaren Anweisungen von Jesus. Ich hab versucht mich dran zu halten. Ich gab was ich konnte. Jeder gab was er konnte. Es blieben Lücken. 

Im Rückblick auf die Tage kommt mir der Satz: 

Es fehlt so vieles, aber es ist genug.

Keine Ahnung ob ihn jemand Bedeutendes gesagt hat, oder ob ich ihn gerade erfunden habe. Logisch betrachtet macht er keinen Sinn. Aber ich spüre darin eine Wahrheit. EIn Trost für meine Lücken. Für alles was heute fehlt. Nicht nur im Blick auf unsere Gemeinde. Auch bei meinem Mama sein. Freundin sein. Nachbarin sein. Weggefährtin sein. Autorin sein....  ach, manchmal fühlt sich mein Leben wie ein einziger Lückentext an und ich merke, dass mir die Kraft und die Fähigkeit fehlt, sie schließen zu können. 

Während ich das Mittagessen koche und über diesen Text nachdenke, kritzle ich diesen Satz auf die Rückseite eines alten Einkaufszettels: 

VIelleicht passt in diese Lücke, zwischen dem was wir haben und zu dem was es braucht, dieses Wort: GOTTVERTRAUEN.

Vielleicht ist es das, was David meint, wenn er in Psalm 23 darüber schreibt, dass der Herr sein Hirte ist und ihm nichts mangeln wird. Ein Satz den ich gerade täglich bete und über den ich immer wieder stolpere. Logisch betrachtet macht er keinen Sinn für mich. Ich denke: Mir mangelt es sehr wohl! Aber ich spüre, dass er wahr ist. Ich will in diese Wore hineinwachsen, wie in einen Mantel, der mir noch ein wenig zu groß ist. Mir wird nichts mageln. Uns wird nichts mangeln. Gott ist unser Hirte. Ich will keine Lücken füllen mit dem, was ich nicht habe. Ich lasse Lücke _ _ _ _ _ sein. Ich lerne Gottvertrauen.

(und ich glaube unsere Gemeindelücke hat die Form eines Hirten ;-)) 

 

 

 


 





 

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