So, jetzt sind die Ferien auch bei uns beendet. Bevor der Alltag wieder das Steuer übernimmt, will ich nochmal einen kleinen Blick mit euch zurückwerfen - auf unseren Sommer:
Und dann -nach ein paar weiteren Stunden Fahrt - begrüßte uns Meer! Die Nordsee war genau so wild und wunderbar, wie ich sie in Erinnerung hatte.
Während harte Männer zitternd am Strand saßen warf ich mich freudig in die Fluten und rief: "Es ist so herrlich kalt!" Wir haben mit den Kindern Sandburgen gebaut (die von der Flut wieder eingerissen wurden), dänisches Softeis entdeckt, die Zeit mit den Freunden genossen und sämtliche Schönheiten am Wegrand eingesammelt. Das Abendprogramm war fast immer dasselbe: Wir sind über die Dünen gelaufen, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Jeden Abend malte der Schöpfer den Himmel neu.
Und jetzt sind wir wieder hier. Schütteln den Sand aus der Badetasche und legen die gesammelten Schätze auf den Eßtisch. Erinnern tut gut!, schreibt John Eldredge in seinem wunderbaren Buch: Wo die Seele atmen kann:
Jede Lebensgeschichte ist wichtig. Sie wird nie verloren gehen. Die guten Dinge gehen nicht vorbei, nicht einmal ansatzweise. Zur Überbrückung der Zeit bis zur Wiederherstellung unserer Lebensgeschichte hat unser gnädiger Gott uns etwas gegeben, das uns hilft, die ständige Erfahrung des Verlierens zu ertragen: unser Gedächtnis.... Wenn wir unser Gedächtnis nutzen, können wir in die Erinnerungen zurückkehren und das Schöne noch einmal tief in uns aufnehmen, es genießen, die vielen großen und kleine wunderbaren DInge nachträglich wahrnehmen und uns an ihnen freuen (weil wir im aktuellen Augenblick oft nicht in der Lage sind, alle Details zu sehen und zu empfinden).
Deshalb blicke ich zurück. Halte mir die Schätze vor Augen, für die kalten Tage. Manchmal genügt ein kleiner Sinnesreiz und die Erinnerung ist wieder da. An die Wärme. An Umarmungen. An das was war. Und alles das, was noch auf uns wartet. "Sich vorauszuerinnern" - nennt das der schwedische Autor Tomas Sjödin. Das Zukünftige an sich heranziehen, an eine Begegnung die noch nicht stattgefunden hat. Eine Sehnsucht in uns zulassen, die unsere Seele einen Spalt weit öffnet für all die Freude, alles Gute, das noch auf uns wartet.
Der Alltag zerrt bereits wieder am Lenkrad und will mich in Panik versetzen. Ich lasse mich so schnell antreiben. Von den Terminen. Den digitalen Medien. Meiner scheinbaren Wichtigkeit (ich sage nur: Sandburgen bauen!). Den Krisen die sich in der Welt und in unserem Land abspielen. Alles das überwältigt mich. Dann hilft es nicht noch einen Gang höher zu schalten sondern ich muß die stillen Momente suchen.
Schönheiten am Wegrand bewunden.
Gottes liebevolle Nähe wahrnehmen.
Sonnenuntergänge betrachten (die hier auch jeden Abend stattfinden!).
Die Seele einen Spalt weit öffnen.
Mich erinnern.
An alles Gute, das war.
Und an all die Freude, die noch auf uns wartet.









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