Dienstag, 4. Oktober 2016

Die Gefährten

Die Woche beginnt in Stuttgart ziemlich verregnet und neblig. Meine Alltagsbegleiter sind auch schon am Start: Das Summen der Waschmaschine, die Geräusche des Müllautos vor der Tür und der Einkaufzettel auf dem Tisch. Aber ich hänge mit den Gedanken noch im vergangenen Wochenende. Dankbar. Für die wunderbare Begegnungen mit den Menschen im Mühlrad und für eine schöne Lesung. Staunend. Über die gewaltige Schönheit der Schöpfung.


Das Plakat zur Lesung hängt am Kuhstall - Klasse!
Der zukünftige Milchbauer...

ein Garten der mich zu Träumen bringt...

eine reich gedeckte Tafel für uns- wir wurden sooo beschenkt!

meine musikalische Begleitung (das war bevor die Leute kamen:-))

Bootsfahrt auf der Brenz


an der Brücke hing vor fast 7 Jahren ein Hochzeitsantrag!


Am letzten Abend saßen wir noch zusammen am Feuer. Wir hielten unser Stockbrot über die Glut und hörten ein wenig von den vergangenen 30 Jahren dieser Lebensgemeinschaft.  Vom gemeinsamen Feiern und gemeinsames Durchtragen, von Schicksalsschlägen, schweren Erkrankungen, harter Arbeit und einem geerdeten, bewährten Glaube. Ein gemeinsamer Glaube. 

Wir spüren etwas von diesem Schatz, einander zu haben und durch sämtliche Lebensphasen hindurch, die Glut des Glaubens gemeinsam am Brennen zu halten.  
  
Solche Orte sind Sehnsuchtsorte für mich. In all ihrer Unvollkommenheit. Orte von denen etwas Heilendes ausgeht. Orte die unsere Welt so dringend braucht. 

Und ich muß an die Worte von Nadja Bolz Weber denken, dass Glaube ein Teamsport ist und dass wenn in der Bibel steht: Gott legt uns nicht mehr auf als wir tragen können gemeint ist: Gott legt uns nicht mehr auf als WIR GEMEINSAM tragen können.

Bei diesen Gedanken bin ich an diesem ganz gewöhnlichen Tag einfach mal so richtig dankbar für meine Alltagsbegleiter! Und damit meine ich nicht die Waschmaschine und das Müllauto (ok, dafür in ich auch dankbar) Ich denke an meine Gefährten. An diejenigen, mit denen ich schon lange unterwegs bin und an diejenigen die wie unerwartete lebensgroße Geschenke neben mir auftauchen. Ich suche sie und sie finden mich. Immer wieder.

Menschen mit denen ich am Feuer stehe und deren Worte die Glut des Glaubens in mir anfachen.  

Menschen mit denen ich im Dunkel ausharren kann, die keine Angst vor unbequemen Fragen und laut geäußerten Zweifeln haben. 

Menschen die mich mit ihren Gebeten tragen wenn ich am untergehen bin.

Menschen die ich mit meinen Gebeten tragen will wenn sie am untergehen sind. 

Menschen die zusammenbleiben. 

In aller Unvollkommenheit.  

We are not meant to walk alone...wir brauchen einander. Danke Gott für meine Weggefährten!!!
 



Gefährten des Lichts
wo sind sie
die gefährten
gemeinschaft der beherzten
die alles riskieren
und vertrauen dass der geist des herrn
der den tod überwand
leidenschaftich in ihrem leben wirken
und sie zusammenschmelzen darf
damit keiner alleine stehe wider das dunkel
und das licht aufstrahle 
für viele

(aus wie Gefährten leben, OJC Kommunität, Dominik Klenk)    
 

Kommentare:

  1. wie tröstlich ...heute sind diese worte für mich

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    1. Wie schön! Das Freut mich, liebe Steffi.

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  2. Du Schatz du! Bin gern auf diesem gemeinsamen Weg mit dir unterwegs! :)

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    1. Gleichfalls!!!! :-) Eure Familie ist ein hhammer Segen für uns!

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