Montag, 28. Dezember 2015

Blick zurück - am Besten von oben.

 Die Weihnachtstage liegen hinter uns - Geschenkpapier liegt zerknüllt in der Ecke, der Kuchen sitzt auf der Hüfte und die Begegnungen und Gespräche bewegen sich noch in meinen Gedanken.

meine größten Geschenke!
Spaziergang im Wald

hier liegt normalerweise viel Schnee!
der "Skihang"

 Kaufladen - nostalgische Erinnerungen ...


der Arztkoffer kam gleich zum Einsatz
Picknick im Stadtpark
erste Radtour mit Samu
Jetzt sind die Tage "zwischen den Jahren" angebrochen die, zumindest bei mir, immer wunderbar dazu geeignet sind einen Blick zurück auf das vergangene Jahr zu werfen. Ich habe den absoluten Luxus, dass ich für drei Tage auf den Betberg fahren darf. Ganz alleine. Nur Jesus und ich. Whow. Ich kann es kaum erwarten morgen in aller Frühe loszufahren.
Wenn man unterwegs ist und einen Blick zurückwerfen will, dann ist ein Berggipfel genau der richtige Platz dafür (ok, auf dem Betberg sind es nur ein paar hügelige Weinberge - aber immerhin). Im Tal hat man manchmal das Gefühl, dass man nicht wirklich vorwärts kommt. Ich werde sauer wenn ich mal wieder falsch abgebogen bin oder scheinbar nutzlos meine Zeit vor einer Baustelle verbringe. Der Blick von oben hat mich manchmal schon zum Staunen gebracht, was für ein Stück der Wegstrecke doch schon geschafft ist. 
Vielleicht ist es deshalb gut unsere Jahresrückblicke an der Seite von dem zu machen, der den "Blick von oben" hat. Der die großen Zusammenhänge in unserem Leben versteht.  Vielleicht erkennen wir mit seiner Hilfe dass wir ein ganzes Stück weit gekommen sind. Vielleicht nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Vielleicht nicht auf den "wichtigen" Steckenabschnitten die in den Reiseführern der Welt als unverzichtbare Routen gelten. Vielleicht waren es die kleinen Trampelpfade der Gnade, die uns hierhergebracht haben. Verschlungene Wege durch abgelegene Gegenden, über satte Wiesen und durch dunkle, stille Täler. Immer mit dem an unserer Seite, der das Ziel für uns im Blick behält.

Ich habe von Heio das neue Buch von Samuel Koch zu Weihnachten geschenkt bekommen. In einem Kapitel schreibt er:
 Ich glaube nicht, dass es "sein (Gottes) Plan für mein Leben" war, dass ich gelähmt bin. Ohnehin bezweifle ich, dass es einen in Stein gemeißelten Plan für mein Leben gibt, dem ich folgen muss, und wenn ich es nicht tue, habe ich den Weg verfehlt... Daher gefällt mir die Vorstellung ganz gut, dass Gott eher ist wie ein Navi, das immer das Ziel im Auge behält und, wenn ich anders abgebogen bin, seelenruhig sagt: "DIe Route wird neu berechnet." 

Das finde ich ein wunderbarer Gedanke. Und wenn in der Bibel steht, dass Gott denen die ihn lieben ALLES zum Besten dienen lässt, dann ist das weit mehr als eine schöne Vorstellung die wir haben. Dann ist es eine Verheissung. Dass Gott mit uns an`s Ziel kommt. Dass er blöde Abzweigungen, Stolperfallen, längere Pausen, Schwächeanfälle, Steinschlag - was auch immer - seelenruhig mit einbezieht und einfach die Route für uns neu berechnet. Dass wir auf dem letzten Hügel verschwitzt, erschöpft und strahlend in seine Arme fallen und wir die Worte hören: "Sie haben ihr Ziel erreicht."  

Bis dahin nutze ich jeden kleinen Hügel um mit ihm zurückzuschauen, ihm zu danken, dass er mich auch auf dieser Strecke begleitet hat und darüber zu staunen, dass er den Überblick behält. Bei mir. Bei dir. Bei allen, die mit ihm unterwegs sind. 

Kommentare:

  1. Danke! So ein Schatz..! Zudem sehr schöne Bilder.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, wie schön dass jetzt auch ein paar wunderbare Leute aus dem Frankenland mit am Start sind - Ich grüße Dich und die Mama!!! :-).

      Löschen
  2. Liebe Christina,
    ein frohes und gesegnetes neues Jahr!
    Ich bin gespannt wie es auf dem Betberg war. Das klingt sehr interessant und war sicher eine wundervolle Ruhezeit.
    Ich mag deine Perspektive sehr, denn der Blick von Oben ist doch sehr heilsam. Er sieht das Ganze, die guten und die herausfordernden Momente. Und vor allem das Ziel. Das ich häufig nicht im Blick habe.
    Danke dir für deine tollen Beiträge im letzten Jahr.
    Glg Lena

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. danke, liebe Lena! Ich wünsche dir und deiner Familie auch ein gesegnetes neues Jahr! Viel Freude beim Schreiben und auf all deinen Alltagswegen die immer sehr errmutigend und Jesus-mässig klingen:-). SEGEN und LG!

      Löschen