Mittwoch, 15. Januar 2020

Es lebe die Vielfalt !!!

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Der Januar ist in diesem Jahr für mich kein Anfangsmonat sondern ein Endspurt! Ich muss das Buchmanuskript Ende des Monats abgeben (und noch zwei Artikel für meine Lieblingszeitschrift Joyce schreiben). 
Gestern habe ich mir alle Kapitel für das zukünftige Buch ausgedruckt und nun liegt der Stapel neben mir und wartet auf die erste Korrekturlesung. Das ist der Moment in dem ich oft ganz mutlos werde und denke: Wieso denkst du denn, dass das jemand lesen will? Das müsste doch alles noch viel besser sein. Irgendwie gewaltiger und wortreicher und inhaltlich spannender. Passend dazu fiel mir diese Karte aus einem Buch entgegen:


Also ehrlich gesagt ist mein Buch weniger eine Axt sondern vielleicht ein kleiner Sonnenstrahl -  für das gefrorene Meer in uns:-). 
Also versuche ich noch zu feilen und zu verbessern und Dinge wegzustreichen und Neues einzufügen und überlege ob ich nicht am besten nochmal ganz neu anfangen soll. Ich könnte dem Rat von Astrid Lindgren folgen: Streich die Häflte und schreib die andere Hälfte neu. Aber die Zeit reicht dafür nicht mehr.  
Nachdem ich gestern viel zu lange gelöscht und korrigiert habe, bin ich mit Samuel einkaufen gegangen. Am Obststand haben wir dann etwas ganz wunderbares entdeckt: 


Obst und Gemüse, das üblicherweise aussortiert wird - nicht weil es schlecht ist, sondern, weil es nicht unter die EU-Norm (von Größe oder Aussehen) fällt! Was für ein Unsinn und was für eine Verschwendung! Und wie cool ist diese Aktion, oder? Keiner ist Perfekt! Amen dazu. Wir kaufen gleich zwei Beutel (Äpfel und Karotten) und bewundern Zuhause die verschiedenen Formen, bevor wir in die saftig leckeren Äpfel beissen.
Mir hat diese Sache wirklich Mut gemacht - was mein Schreiben und was mein ganzes Leben angeht! Weil sie mir vor Augen hält, dass eine perfekte Norm auf dieser Welt einfach totaler Unsinn ist! Und dass die Schönheit in der Vielfalt liegt!
Ich weiß von einer Frau die wunderbar schreiben kann. Sie will auch gerne ein Buch schreiben, hat sogar schon einen Titel. Aber sie verschiebt das immer wieder, weil sie denkt es ist einfach nicht gut genug. Und ich denke: HALLO? Das ist wunderbar! Es ist mindestens so gut wie das was ich schreibe! Und es grenzt an Lebensmittelverschwendung, das zurückzuhalten!
Aber wahrscheinlich gibt es nur zwei Arten von Schriftstellern: Die perfekten, und diejenigen die schreiben.
Und zwei Arten von Lehrer: Die perfekten, und diejenigen die unterrichten.
Und zwei Arten von Kinder: Die perfekten und diejenigen die die es im echten Leben gibt.
Und zwei Arten von Liebhaber: Die perfekten und diejenigen die versuchen lieb zu haben.

Das heisst nicht, dass ich keine Korrektur brauche! Wie dankbar bin ich für meine kluge Lektorin und für Heio, der sich gerade geduldig durch die Seiten liest. Seine Hauptaufgabe: Schau bitte, ob es ehrlich geschrieben ist. Denn eins will ich: Wahrhaftig sein (auch wenn unsere Erinnerung ja immer subjektiv sind!) und nichts anderes vortäuschen wollen als das was ist. Aus Äpfel und Karotten kein 12-Gänge-Menü machen wollen und einen Michelin-Stern erwarten! Keine Geschmacksverstärker hinzufügen oder das Ganze  mit Sägmehl strecken wollen, wenn es mengenmässig eben nur fünf Brote und zwei Fische sind. Das hört sich einfacher an als es ist. Aber letztlich geht es wahrscheinlich einfach um die Frage ob ich darauf vertraue, dass Jesus etwas daraus machen kann. Aus meinem schreiben und aus meinem ganzen Leben.  Dass er meine, manchmal sehr eigentümliche Form nimmt und andere damit stärkt und segnet.  
Wie gut, dass es bei Gott keine Normwerte gibt wie wir sein müssen! 
Es gibt keine himmlischen Normen wie schnell und wie gerade wir wachsen müssen! 
Er sortiert niemand aus!
Er legt unsere Leben nicht nebeneinander und vergleicht uns!  
Und es gibt ja so viele Geschmacksrichtungen!
Die Schöpfung ist eine einzige Erinnerung daran, die Vielfalt zu feiern!!! 


Beide Karotten: Toll gewachsen! Oder?

Und dieser Verein, bei dem ich Mitglied bin, hat sich auch vorgenommen die Vielfalt hochleben zu lassen. Kinder und Jugendliche zu ermutigen, besonders diejenigen die oft nicht in die "Norm" passen. Wie überall braucht es Menschen die hingehen und so etwas tun - so wie meine Freundin Tanja - und andere die sie dabei unterstützen. (und viele kleine Spenden könnten das Projekt am Laufen halten!). Vielleicht habt ihr ja Lust mitzuhelfen? ⭐

Kommentare:

  1. Liebe Christina - ich freue mich so für dich, dass du im Endspurt bist! Und ich freue mich soo auf das Buch! Wie schön, dass du schreibst und uns damit beschenkst - mich damit beschenkst! Jesus macht bereits sehr viel aus dir und aus deinem Leben. Danke, dass du es hinhältst!! <3

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    1. DANKE liebe SOnja!!! Und ich freu mich auf dein Buch!Liebste Grüße und eine dicke Umarmung zu Dir, meine Ermutigerin³!

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  2. Wow, jetzt wurde ich zur Ermutigerin hoch 3! :-)) Danke - das gilt auch für dich!!!

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