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Dienstag, 11. März 2014

Schönheit und Schmerz

Die letzten Tage waren angefüllt mir viel Schönheit.
Ein Wochenende voller Sonnenschein, ganz für mich allein - oh yeah!-  und ohne weitere Polizeibesuche (am Sonntag bin ich auch schon um 8 Uhr aufgestanden und hab gleich den Mann angerufen:-)).
Ich war in meinem Lieblingspark, hab gelesen und Briefe geschrieben, (ganz "old-school" mit Füllerfederhalter!) - gestern wurden sie losgeschickt, einer zur Freundin nach Norwegen und der andere nach Kalifornien zur Lieblingssnichte! 






Und da vorne hat der VFB mal wieder nicht gewonnen...mir sind ein paar leidende Fans begegnet:-(
das schöne Briefpapier von Nicola kann man hier bekommen!

Am Sonntag war ich dann auf der schwäbischen Alb. Ich mag die Natur, das rauhe Klima hier oben. Früher bin ich oft hierher gefahren, einfach um den Kopf frei zu bekommen und die wilde Schönheit zu geniessen. Die letzten Jahre hat es nicht mehr so oft geklappt. Ich vermisse den Ort und die verwitterte Bank, auf der ich schon in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter saß.
Jetzt kam noch der gute Freund mit und es war einfach schön. Er hat sogar einen Kuchen gebacken!!!



was die hier oben mit den Männern machen ist schon hart! :-)


Und dann war das Wochenende schon wieder vorbei.
Es war schön, aber ich habe mich auch wieder sehr auf diesen kleinen Kerl (und seinen Papa!) gefreut.


Heute haben wir zusammen Frühlingsblumen eingepflanzt. So viel Schönheit....


Und gestern wurde die kleine Tochter von Freunden am Herz operiert.
Die Familie geht durch eine sehr harte Zeit, es ist kaum vorstellbar für mich was sie da gemeinsam durchmachen. Gestern dann ihr stundenlages Warten vor dem OP-Saal und die vorsichtige Nachricht : sie hat überlebt. Trotzdem ist es noch nicht vorbei.
Ich bete. Mehr kann ich nicht tun. Aber ich bete wie schon lange nicht mehr. 
Heute morgen, nach einem Kurzbericht von der Intenisvstation, drückt mich dieses Leid, was die Freunde durchmachen müssen, fast zu Boden. Weiterbeten fällt mir plötzlich schwer. 
Die Frage nach dem Leid, nach Gottes Eingreifen...all das steigt in mir hoch. Die Bibelstelle für den heutigen Tag handelt von Hiob. Bitte nicht Hiob!
Manchmal wirkt diese Geschichte auf mich, als würde Gott eine Einladung  Satans zum Pokern annehmen, wieviel Leid Hiob wohl aushalten kann, ohne dass sein Glaube zerbricht.
Kein gutes Bild von Gott und bestimmt ein total falsches. Ich sitze also vor meiner Bibel, mit all den schweren Gedanken, da taucht ein anderes Bild in mir auf: Gott am Kreuz, der leidende Gott. Ein Gott der sein liebstes gibt, der sich total verletzlich macht, der dreckig leidet und qualvoll stirbt.

Einer meiner Lieblingsautoren Frederick Buechner schreibt über das Kreuz:
Ein sechsstrahliger Davidstern, der wachsende Halbmond, eine Lotusblüte-  diese Symbole anderer Religionen stehen für Schönheit und Licht. Das Symbol des Christentums ist ein Instrument des Todes. Es steht, um nur das Mindeste zu sagen, für Hoffnung.

Mit allem tiefen Respekt vor den anderen Religionen: ich bin heute besonders dankbar dafür, dass Gott nicht nur Schönheit und Licht verkörpert. Ja, dort ist er auch. Ich fühle mich Gott in der Natur nahe, sehe seine Fingerabdrücke und staune über die Schönheit. 
Aber das Kreuz sagt mir: er ist auch im Leid, auch im Schmerz, auch im Dreck dieser Welt.
God ist watching us from a distance- mit so einem Glauben könnte ich nicht leben! 
Ich glaube an einen Gott der sich die Hände schmutzig macht, dessen Herz blutet, der uns unendlich liebt und uns in unserem Schmerz nicht alleine lässt!  Das gibt mir Hoffnung und macht mir wieder Mut  heute weiterzubeten, auch mit Kloß im Hals.

Und dieses Lied ist in diesen Tagen mein liebstes Lieblingslied. Irgendwie passt es gerade sehr gut.
Meine Lieblingsstelle im Text ist diese:
"Wenn du wüsstest was du mir bedeutest,
würden in deinem Herz alle Glocken läuten..."

1 Kommentar:

  1. Juhuuu, das freut mich zu hören, dass ich bald ein Brief bekomme :-)
    bin auch seit Wochen an Hiob dran. Check Römer 8,17 ! :-)
    ich hoffe du bekommst meine Mails und wir skypen bald wieder!
    die niffte

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