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Dienstag, 14. August 2018

Hilfe. Danke. Wow.

Nun sind wir also mittendrin in unseren Ferien. Ich habe geschrieben, dass ich versuchen will, mich diesen Sommer einfach ein wenig treiben zu lassen und ich muß gestehen: bisher gelingt mir das eher suboptimal. Es gibt einige stürmische Wellen mit denen ich in dieser Jahreszeit überhaupt nicht gerechnet habe. Ich versuche mich an Jesus festzuklammern, aber es fällt mir schwer. Zu Beginn der Ferien habe ich auf dem Sommerfest unserer Gemeinde gepredigt und dabei folgendes gesagt:
Das Leben im Glauben findet nicht am Strand statt, wo wir gemütlich rumstehen, die Frisur nicht beschädigt wird und wir uns über die Wassertemperatur unterhalten. Das Leben im Glauben findet da statt, wo wir den Boden unter den Füßen nicht mehr spüren, wo dunkle Schatten an den Füßen vorbeigleiten und Wellen uns von hinten überraschen und wir nach Luft japsen. Und unsere Gebete schwanken hin und her zwischen "Hilfe" und "Danke!" und "Wow". (die drei Worte die, laut Anne Lamott, zum Beten völlig aureichen ). 

Jetzt versuche ich das zu leben was ich gepredigt habe. Das (Wenige) umzusetzen was ich bisher verstanden habe. Damit bin ich völlig ausgelastet. Feinde segnen. Vergeben und um Vergebung bitten. Blick auf Jesus und weg von den Umständen. Dankbarkeit. Und dann alles wieder von vorne. Und ab und zu erlebe ich tatsächlich die unbeschwerten Momente in denen ich spüre, dass das Wasser trägt.

Wasser  - das war auch das Sehnsuchtswort auf dem Freakstock. Ich bin tatsächlich hingefahren und habe es (fast) nicht bereut. Es tat gut  unter Menschen zu sein die Dreck abkönnen, in ganz vieler Hinsicht, zusammen abhängen und zu feiern. Da waren überlaufenden Plumpsklos und volle Abwassertanks (HILFE!). Und mein toller Mann der meine Verzweiflung gesehen hat und mich zum Duschen ins Schwimmbad gefahren hat (DANKE!). Und neben wunderbarer Kunst, ohrenbetäubender Musik und tollen Mitarbeitern war da der unglaubliche Moment in dem ich das Gefühl hatte Jesus steht plötzlich strahlend vor mir und sagt: "Hey, wie schön, dass DU da bist!" (WOW!). Ich konnte vor Freude nur noch weinen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier ständig wiederhole: Wir sind so geliebt!!!!  Wir haben ja keine Ahnung!










Und Samuel hat das Freakstock GELIEBT! Ich fürchte er wird die nächsten Jahre darauf bestehen hinzufahren! Hilfe!  Ansonsten hat er gerade leider ziemlich of eine ziemlich genervte Mama. Aber da sind auch die Momente in denen wir  uns entschuldigen (meistens ich zuerst, dann er - Vorbild und so) und miteinander toben und lachen. Danke! Und ab und zu, oft gerade an den schwierigen Tagen, stolpern wir in eine Umarmung von Jesus. Wow!  Dann setzten wir uns hin und malen zusammen.





Für uns alle, die wir in diesen Tagen vielleicht  ein bisschen viel wildes Meer abbekommen:

Ich wünsche uns, dass wir erleben wie Jesus uns stärkt und satt macht - im Angesicht unserer Feinde - und dass ER uns eine Ausweg zeigt, wo wir seine Hilfe brauchen.


the wind and waves still know his name!

Und vielleicht sind es gerade unsere dunklen Tagen, an denen wir nach Luft japsen und nicht genau wissen ob wir es überhaupt bis zu Abend schaffen, an denen wir am ehesten in seine Umarmung stolpern können; dreckig und geliebt wie wir sind.



In diesem Sinne: Habt einen guten Sommer!!!  (Hier gibt es eine kleine Pause und es geht Mitte September wieder weiter)